Action Learning mit Prozessspiel

Prof. Dr. Marc K. Peter (FHNW) hat bei über 2000 Unternehmungen eine Studie über das Thema digitale Transformation durchgeführt. Zwei spannende Aussagen sind dabei aufgefallen. Besonders aufschlussreich ist erstens die Antwort auf die Frage, was am Meisten beschäftigt: Prozesse. Et voilà, da haben wirs! Auch interessant ist zweitens, was offenbar, die grösste Herausforderung ist: Mitarbeitende. Ohne adäquaten Einbezug der Mitarbeitenden scheint es nicht zu klappen. Beide Antworten unterstreichen den Anspruch auf ein achtsames Prozessmanagement. Die Teilnehmenden, welche als Firmenweiterbildung den ganzen CAS besuchen, hatten an diesem Tag die eindrückliche Gelegenheit, diese zwei Erkenntnisse anhand des Prozessspiels zu erleben.

„Spielen ist die einzige Art, richtig verstehen zu lernen.” Frederic Vester

Action Learning:

1. Morgens wurde als Actiondas Prozessspiel mit lego-ähnlichen Bausteinen durchgeführt.

2. Nachmittags wurde als Learning das Spiel analysiert und ausgewertet.

3. Schliesslich wurden mittels des aPM (achtsames Prozessmanagement) Canvas konkrete Umsetzungsmethoden besprochen.

Fazit: Ein sauber aufgebautes achtsames Prozessmanagement hat im Zuge der digitalen Transformation eine zentrale Bedeutung. Warum? Hinter jeder noch so guter Technologie und Digitalisierung stecken zur Ausführung sowohl Prozesse und Strukturen als auch Menschen und Kulturen.

Link: Success-Story zum Action Learning

Film-Clips: „Warum, was, wie“ achtsames Prozessmanagement

Fünf kurze 1-Minuten-Filme erläutern alles Wesentliche für einen Überblick zum achtsamen Prozessmanagement:

5. Was sind Selbsterkenntnis und Achtsamkeit?

Die Filmchen können auch direkt im Kanal auf YouTube angesehen werden.

Hier sind die 5 Minuten in einem Stück zu sehen:

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht Leute zusammen, um Holz zu beschaffen, Werkzeuge vorzubereiten und die Arbeit einzuteilen, sondern wecke in ihnen die Sehnsucht nach dem endlosen, weiten Meer.“ Saint-Exupéry

Befähigung zu „Achtsames Prozessmanagement“

Wie kann achtsames Prozessmanagement in einem Betrieb gestartet werden?

Aus einem aktuellen Projekt: Anhand eines POC (Proof of Concept) wird innert 6 Monaten gezeigt, wie in einem Bereich achtsames Prozessmanagement anhand von ausgewählten Prozessen eingeführt wird und wie er für die nachhaltige Prozessweiterentwicklung befähigt werden kann. Gleichzeitig wird eine auf die spezifischen Kundenbedürfnisse ausgerichtete Vorgehensmethode bereit gestellt. Basis sind die drei Säulen des achtsamen Prozessmanagements: Prozessentwicklung, Prozessführung und Prozesskultur.

Im Rahmen des POC wurden auch mehrere 2-tages Trainings zu „Achtsames Prozessmanagement“ erfolgreich durchgeführt. Das im Training zentrale Prozessspiel hat nachhalten Eindruck hinterlassen.

Weitere interessante Details sind in den zwei „Success-Stories“ zu lesen:

Motivation am Arbeitsplatz?

Fehlanzeige! Gallup hat gerade die neusten Ergebnisse der seit 2001 stattfindenden Mitarbeitendenbefragung veröffentlicht und sorgt für Schlagzeilen. Die meisten Arbeitnehmer machen nach wie vor nur noch Dienst nach Vorschrift – und etliche würden am liebsten sofort kündigen. Für mich wiederum ziemlich erschreckend!

Nur 15 Prozent fühlen sich richtig wohl. Die Wirtschaft befindet sich in glänzender Lage, der Arbeitsmarkt boomt, Bewerber können sich oftmals ihre Stelle aussuchen. Trotz all dieser guten Voraussetzungen sind die Ergebnisse der Studie ernüchternd: 71 Prozent der Befragten gaben an, nur noch Dienst nach Vorschrift zu machen. Bei 14 Prozent ist die Bilanz noch negativer: Sie haben innerlich schon gekündigt. Diese Zahl ist trotz aller guter Vorzeichen im Vergleich zum vergangenen Jahr nur um ein Prozent gesunken. Die Zahlen sind für die Schweiz ungefähr gleich wie für Deutschland und Österreich.

Als Voraussetzungen, um eine notwendige emotionale Bindung aufzubauen und damit Engagement und Motivation zu wecken, nennt Gallup soziale Beziehungen und zufriedenstellende Rahmenbedingungen wie Arbeitszeiten, klar erreichbare Ziele, ganzheitliche Arbeitsaufgaben mit Handlungsspielraum sowie angemessener Feedback und Lohn.